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Pastor im Urlaub

Vom 12. bis 28. Oktober befindet sich Pastor  Heling im Urlaub. Er wird in dieser Zeit bei Beerdigungen, ...
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Aufmerksamkeit für Tiere

Wenn man es nicht selber sieht und miterlebt, so hält man es kaum für möglich -  täuschend ...

Rückblick

Bild_zum_Thema 04.10.2015

Erntedank & Einweihung - Pfadfinder beziehen altes Backhaus

„Leben aus dem Dank oder: Die Kunst zufrieden zu leben.“, so war der Gottesdienst am Erntedanktag überschrieben. Reichlich und kunstvoll geschmückt mit Erntegaben vom Acker und aus dem Garten war die Kirche für diesen besonderen Tag. Kirchenchor Dreiklang und der Posaunenchor sorgten für die musikalische Untermalung. Wie an jedem ersten Sonntag im Monat gab es parallel einen Kindergottesdienst. mit dem Team um Claudia Riep. Der Kindergarten hatte bereits am Freitag das Erntedankfest gefeiert.

Im Anschluss an den Gottesdienst hatten die Pfadfinder zur Einweihung ihres neuen Stammesheimes eingeladen. Rund um das alte Backhaus  präsentierten die Sippen unseres VCP-Stammes ‚Swentana‘ einen Basar. Dort gab es Blumen für den heimischen Garten, die schnell ihre Liebhaber fanden, genauso wie Schwedenfeuer und selbstgekochte Marmeladen zu kaufen. Eine Besonderheit, die es nur in Schönwalde gibt, ist der Lamadünger. Um den Mist der vierbeinigen Nachbarn der Pfadis auf der Jahnkoppel zu verkaufsfertigen Quadern zu formen, war Handarbeit gefragt. Beim Anpreisen ihrer Waren übertrafen sich die Sippen gegenseitig. Im Stile echter Marktschreier lobten sie lautstark Prozente aus oder lockten mit dem Angebot „3 zum Preis von 2“. Die hungrigen Besucher erwartete Dank zahlreicher Spenden ein großes Kuchenbuffet Wer Lust hatte konnte am Lagerfeuer ein wenig in das Pfadfinderleben hinein schnuppern. Neugierigen Blicken öffnete sich auch das Innere des Backhauses mit dem gemütlichen Gruppenraum unterm Dach.

Evangelisches Pfadfinden ist mehr als Abenteuer erleben. Es bedeutet in den Gruppenstunden Werte wie Gerechtigkeit, Rücksicht-nahme, Solidarität und Toleranz zu vermitteln. In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wird die Neugier, andere Länder und Kulturen zu entdecken und kennenzulernen gefördert und Offenheit gegenüber allen Menschen vermittelt.

Marc Dobkowitz

Bild_zum_Thema 19.09.2015

Standing Ovations für 'Sangena' - Konzerte mit Spaß und Humor

Es war einer jener nasskalten Herbsttage im September, an dem manche passionierte Hundeliebhaber, wegen des „Gassigehens“, im Stillen sich eine Katze als besten Freund des Menschen wünschen würde. Und trotzdem waren die Menschen nach Schönwalde gekommen, um den Gospelchor ‚Sangena‘, unter Leitung von Lydia Bock, zu erleben. Die Kirche war voll. Ein besonderer Abend wie die Zuhörer gleich am Anfang erfuhren, denn „erstens ist es immer etwas Besonderes in der Heimatgemeinde zu singen und zweitens ist es der letzte Auftritt auf unserer Tournee durch Norddeutschland, die uns durch wunderschöne Landschaften und verwunschene Dörfer führte, bis nach Neukirchen und zurück“. Mit Humor, Spaß und viel Freude beim Singen sprang der berühmte Funke sofort über, so dass bereits beim ersten Lied die Besucher mit klatschten und manche Füße im Takt wippten. Im ersten englischsprachigen Teil des Konzertes rockte Kerstin Moritzen mit ihrer warmen Soulstimme die Kirche während Sandra Stoelk mit ihrer glockenklaren Stimme Gänsehaut-feeling aufkommen ließ. Der afrikanische Teil wurde mit vier afrikanischen Trommeln, rhytmischem Klatschen und gellenden Schreien eingeleitet und nicht nur dem Publikum sondern auch dem Chor war der gemeinsame Spaß an der Musik anzumerken sowie die Lebensfreude dieses Kontinents. Übrigens nicht nur in Schönwalde war der Abend ein voller Erfolg. Bei den Gospeltagen in Neukirchen wurde am Abend zuvor der Chor mit Standing Ovations, drei Zugaben und der Aufnahme in die große „Gospelfamilie“ gewürdigt.

Wer Spaß am Singen und Lust bekommen hat, im Chor mitzumachen, kommt einfach vorbei. Geprobt wird donnerstags von 20.00 – 21.30 Uhr im Gemeindehaus Schönwalde. Insbesondere werden Männerstimmen und ein/eine Klavierspieler/in benötigt.

Marianne Breidbach (Foto: Doreen Leesch)

Bild_zum_Thema 12.07.2015

Kein schöner Land in dieser Zeit ... - Erstes Chorfest auf dem Pfarrhof war ein schöner Erfolg

Wie immer bei Freiluftveranstaltungen beschäftigte die Verantwortlichen bis zum Schluss die bange Frage: Spielt das Wetter mit? Denn das Besondere der Chorveranstaltung des Freundeskreises Pfarrhof Schönwalde e.V, am 12. Juli sollte ja das Singen unter freiem Himmel sein.

Es spielte mit. Bei strahlender Sonne übernahm der Posaunenchor mit beschwingten Stücken die Eröffnung. Es folgte unser Kirchenchor Dreiklang, der kleinste der fünf auftretenden Chöre, mit ganz innigen Liedern.
Danach trat der Preetzer Gesangverein von 1864 mit volkstümlichen und geistlichen Stücken aus verschiedenen Epochen auf, eine sehr gelungene Mischung aus ernst und heiter. In der Kaffeepause hielt die gute Stimmung an. Sämtliche Kuchenspenden waren im Nu verkauft, denn es waren immerhin bis zu 250 Gäste auf dem Pfarrhof. Auch einige der Flüchtlingsfamilien machten sich mit deutscher Kultur vertraut. Der Singkreis Ostholstein setzte das Programm fort. Man spürte beim Hören die lange Erfahrung dieses Chores und seine anhaltende Freude am Auftritt. Wind und einsetzender Regen gaben der Veranstaltung plötzlich eine neue Wende. Mitten in einem Lied musste das E-Piano geborgen und die Veranstaltung in die Kirche verlegt werden. Und fast alle wollten dabeibleiben! In einer Viertelstunde war die Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Singkreis setzte seine Darbietungen routiniert fort. Im fliegenden Wechsel heizte sodann der Gospelchor Sangena die Stimmung an; die Veranstaltung wurde von immer ausgelassener, das Publikum ging mit! Daran knüpfte der Shant-Chor Eutiner Wind zum Schluss voller Begeisterung an. Volkstümlich, fröhlich, stimmungsvoll ging das Chorfest zu Ende. Unter Begleitung des Posau-nenchors sangen am Ende alle miteinander im Stehen: ... dass wir uns hier in diesem Tal noch treffen so viel Hundert Mal – Gott mag es schenken, Gott mag es lenken, er hat die Gnad. Für die Pflege des Pfarrhofs wurden durch diese Benefizveranstaltung des Freundeskreises über 500 € eingenommen. Sie sollen in den Ankauf einer soliden Ruhebank investiert werden. Ein herzlicher Dank geht an alle Akteure und Chorleitungen und das wunderbare Publikum.

Erinnert sei auch an die andere große Freiluft-Gemeindeveranstaltung dieses Sommers, nur zwei Wochen vor dem Chorfest: Die Feier der Johannisnacht; auch hier wurde viel gesungen und fröhlich gefeiert. Nach der Andacht in der Kirche sang Sangena am Feuer danach gab es gespendete Salate und einen Imbisswagen mit Galloway-Produkten. Es spielten die Posaunen, und ein Höhepunkt war Sergie Bezrukow, Leiter des Eutiner Shanty-Chors, der sein Knopfakkordeon mitgebracht hatte und beim Flackern der Feuerkörbe mit uns deutsche und russische Volkslieder sang. Auch hier ein großes Dankeschön an alle, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben!

Auch eine dritte Freiluftveranstaltung war ein Highlight: die Waldführung mit Ulf Köhn durch die Forstkoppel. Trotz großer Hitze kamen über zwanzig Interessierte und bekamen einen faszinierenden Einblick in die hiesige Waldwirtschaft der letzten 200 Jahre. Alle wünschten sich eine vertiefende Wiederholung im nächsten Jahr.

Arnd Heling (Foto: Marc Dobkowitz)

Bild_zum_Thema 29.06.2015

Die Natur zum Greifen nah - Kindergarten mit Wandbild belebt

Mitten im Evangelischen Kindergarten Schönwalde wächst ein riesiger Baum. Es hoppeln Hasen, krabbeln Käfer, fliegen Schmetterlinge und ein Bach fließt entlang. All das ist jedoch nicht real, sondern von der Innenarchitektin Anne Kraatz auf zwei Wände in der Halle des Kindergartens gemalt. Die Wandmalerei überzeugt mit viel Liebe zum Detail und lässt manches Tier real erscheinen. Während auf der einen Wand ein Eichhörnchen in Mitten von Blumen auf einem Baumstumpf genüsslich an einer Eichel knabbert, fließt auf der anderen ein wilder Bach in Richtung Dorf. Vorsichtig schaut ein Rehkitz hinter einem weiteren Baum hervor. Die Szenerie könnte am Fuße des Bungsberges im Quellgebiet der Schwentine spielen. Die gelernte Tischerlin Anne Kraatz hat sie sich jedoch ausgedacht und für die Kinder eine Menge Kleinigkeiten wie die Raupe oder den Marienkäfer im Bild versteckt. Die 41jährige Neustädterin kam nach ihrem Studium in Wismar zur Wandmalerei als gestaltendes Element, das sie nun gerne für ihre Arbeit als Innenarchitektin einsetzt. Nicht nur öffentliche Räume in Hotels oder Restaurants sondern auch Kinderzimmer nach den Wünschen ihrer Bewohner stehen auf der Auftragsliste. Interessierte Kunden, wie den Kindergarten, berät Anne Kraatz kostenlos zur lebendigen Gestaltung der Räume mittels Wandmalerei.

Marc Dobkowitz

Bild_zum_Thema 19.06.2015

Mittsommer im Kindergarten - Regen trübte die Stimmung beim Sommerfest nicht

Gemeinsam mit Pippi Langstrumpf feierten die Kinder unseres Kindergartens den Mittsommer. Stielecht eröffneten sie das Sommerfest mit einem Tanz rund um die große Trauerweide neben dem Spielplatz. An den Zweigen hingen Bänder in den Farben Schwedens und alle sangen das traditionelle schwedische Mittsommerlied „Små grodorna“, das von kleinen Fröschen handelt, die lustig anzusehen sind.

Überall im Kindergarten begegnete den Besuchern Pippi Langstrumpf. Mit viel Phantasie waren Pippis Abenteuer von den Erzieherinnen in lustige Spiele umgesetzt worden. Wie sonst nur in der Villa Kunterbunt konnten die Kleinen über Tische und Bänke klettern und sogar durchs Fenster steigen und nach draußen rutschen. Nebenan wurde Pippis Pferd, der Kleine Onkel, gestemmt, wie es sonst nur das stärkste Mädchen der Welt kann, um dann einen Hindernisparcours zu absolvieren. Im Garten konnten Pfannkuchen mit der Pfanne in die Luft geworfen und aufgefangen werden, wenn es denn gelang. Einer der Lieblingsbeschäftigungen Pippis und deren Freunde Tomas und Anika wartete in der riesigen Sandkiste auf die Kinder: Sachen suchen. Jeder Fund wurde mit einem glitzernden Stein belohnt. Wer wollte konnte wie die Piraten auf einer einsamen Insel Stockbrot backen oder sich wie Pippi am Waschtag im Sockenweitwurf versuchen. Genauso wie der kleinen schwedischen Kinderbuchheldin, machte auch den Besuchern des Sommerfestes der Regen, der in zwei Schauern über den Kindergarten zog, nichts aus. Man versammelte sich an überdachten Orten und nutzte die Gelegenheit sich am reichhaltigen Kuchenbuffet zu stärken, das aus Spenden der Eltern bestückt worden war. Sobald der letzten Tropfen gefallen war, stürmten die Kinder wieder das Außengelände und amüsierten sich. Leiterin Anne Piechatzek war trotz Wetterkapriolen zufrieden mit ihrem letzten Fest in verantwortlicher Position. Sie geht in diesem Jahr in den Ruhestand.

Marc Dobkowitz

Bild_zum_Thema 07.06.2015

Damit wir klug werden ... - Pfadfinder helfen auf dem Kirchentag in Stuttgart

Am 2. Juni machten sich Nils Witt und ich, Moritz Dietzsch, mit 20 anderen Pfadfindern aus ganz Schleswig-Holstein auf nach Stuttgart zum 35. Deutschen Evangelischen Kirchentag.

Da es unser erster Kirchentagsbesuch sein sollte, waren wir entsprechend aufgeregt und voller Vorfreude. Als wir aber spontan unseren Wagon in eine Sängerrunde umfunktionierten, zu der sich nach und nach auch Pfadfinder aus anderen Bundesländern gesellten, fühlten wir uns schnell heimisch.
Bei unserer Ankunft am späten Abend wurden wir von der Hitze fast erschlagen. Ausgestattet mit Helferhalstuch, T-Shirt und Ausweis machten wir uns dann auf in unsere Helferschule, die für die nächsten 5 Tage unser Schlafplatz sein würde.

Nach der Abwechslungsreichen Helferbegrüßung in der Porsche-Arena am nächsten Morgen mit allen 4000 anderen ehrenamtlichen Helfer, und mit viel Dank für unsere kommende Arbeit ausgestattet, ging es zu unserem ersten Dienst auf dem Schlossplatz zum Eröffnungsgottesdienst und  dem Abend der Begegnung, wo wir bis in die späte Nacht hinein in brütender Hitze Besucher hindern sollten sich im Springbrunnen abzukühlen oder sich in die Blumenbeete zu setzen.

Unseren eigentlichen Einsatzort, das Zentrum Bibel, besuchten wir dann am Donnerstag das erste mal. Dort waren wir für die nächsten drei Tage zusammen mit Pfadfindern der DPSG aus Hessen für einen reibungslosen Ablauf aller Veranstaltungen im Zentrum Bibel zuständig. Neben der Eiweisung von gleichzeitig 900 Leuten für Bibelarbeiten oder dem Spülen von 400 Tellern für das Abschlussessen bleib auch noch Zeit für einen eigenen Besuch des Kirchentages, Konzerten und vielem mehr. Nachdem wir Sonntagmorgen um zwei Uhr die Abbaunacht beendet hatten und halb tot in unseren Zug fielen, stand trotzdem fest: In zwei Jahren wollen wir auf jeden Fall auch in Berlin dabei sein. Nur ganz so warm muss es dann nicht sein.

Moritz Dietzsch

Bild_zum_Thema 20.05.2015

Zeichen der Solidarität - Konfirmanden übergaben Kollekte an Syrische Flüchtlingsfamilie

Inzwischen leben zahlreiche Flüchtlinge in Schönwalde und Kasseedorf. Sie werden von einer großen Zahl von Ehrenamtlichen dabei unterstützt, sich möglichst gut in der neuen und ungewohnten Umgebung einzuleben. Als die Konfirmanden in diesem Jahr mit Pastor Dr. Arnd Heling über den Zweck der Kollekte im Konfirmationsgottesdienst entscheiden sollten, erinnerten sie sich an das Schicksal der Familie Hussein, die nach einer nervenaufreibenden und langen Flucht aus Syrien nun mit juristischer Unterstützung um ein Bleiberecht in Deutschland kämpft. 1.000 Euro kamen zur Deckung der Prozesskosten zusammen. Bei einer Zusammenkunft im Gemeindehaus erfuhren die Jugendlichen Details über die Flucht. Die Familie Hussein bedankte sich mit selbstgebackenen Küchlein nach einem Rezept aus der Heimat.

Von den Wirrungen der Flucht berichtet das Ehepaar Ruth und Holger Holst aus Eutin, die sich der fünfköpfigen Familie angenommen haben und den Vater in Deutsch unterrichten. Holger Holst war voll des Lobes für die Konfirmanden angesichts einer Entscheidung die ein Zeichen setze. Er war sich sicher: „Sie werden wiederbekommen, was Sie gegeben haben.“ Hier ginge es um Hilfe, Liebe und Zusammengehörigkeit.

Vor dem Bürgerkrieg in Syrien lebte die Familie in Damaskus. Der Vater hatte ein kleines Geschäft auf einem der Basare. Als Granaten im Wohnhaus einschlugen fasste man den Beschluss zur Flucht nach Deutschland. Die Eltern und Geschwister des Familienvaters leben bereits in Schleswig-Holstein. Bereits auf dem ersten Teil der Flucht in die Türkei hatten die Fünf einiges auszustehen. 14 Stunden brauchte der Bus für eine Stecke, die sonst in drei Stunden bewältigt ist. Der Grund: Immer wiederkehrende Kontrollen der IS-Truppen, die nach Reisenden nichtislamischen Glaubens suchten. Ein Problem für Familie Hussein, denn sie sind kurdischer Abstammung und zählen zur verfolgten jesidischen Minderheit. Dennoch schaffte man es in die Türkei und von dort nach Bulgarien, wo die gesamte Familie im Gefängnis landete. Mit drei kleinen Kindern eine beängstigende Situation in der ein Schriftstück zur Unterschrift vorgelegt und die anschließende Entlassung versprochen wurde. Endlich auf freiem Fuß machten sie sich auf den Weg nach Deutschland zu ihrer Familie. Was keiner wusste, weil es auch keine Übersetzung der Dokumente gab: Familie Hussein hatte in Bulgarien einen Asylantrag gestellt, der auch positiv entschieden wurde. Nach den Europäischen Verträgen zu Dublin III kann somit in Deutschland kein Asylantrag mehr gestellt werden und die Abschiebung nach Bulgarien droht. Nach den erschütternden Erlebnissen in dem Land wollen die Husseins auf keinen Fall dorthin zurück. Mit Hilfe eines Anwaltes wurde nun Widerspruch gegen die sogenannte Rückführungsanordnung eingelegt und Antrag auf humanitäre Duldung gestellt.

Marc Dobkowitz

Bild_zum_Thema 28.03.2015

Grundreinigung im Naturerlebnisraum - Pfadfinder sammelten über 150 Flaschen

Auch die Pfadfinder unserer Gemeinde haben sich in diesem Jahr an der Aktion „Saubere Landschaft“ beteiligt und das Areal des Naturerlebnisraumes von Müll und anderem Unrat befreit. Angesichts der Menge und Art des Mülls war Pastor Dr. Arnd Heling jedoch entsetzt. Über 150 Falschen sammelten die 14 Mitglieder des Stammes „Swentana“ entlang der Wege und in der Senke. In mehr als 100 befand sich einmal Wodka. Hinzu kamen Ablagerungen die über Jahre von Umweltfrevlern in der bislang unzugänglichen Natur abgeladen wurden. Darunter fünf Autoreifen samt Felge und sogar zwei Blechwände eines Geräteschuppens. Die Pfadfinder trugen alleine so viel Unrat zusammen wieder alle übrigen Sammler in Schönwalde, berichteten die Gemeindearbeiter bei der Abfuhr der Säcke vom Pfarrhof. Nur gut, dass der Müll noch vor der Wiedervernässung der Senke entfernt werden konnte.

Besonders unappetitliche Fundstücke waren die etwa 20 Plastikbeutel mit Hundekot die, statt in die heimischen Mülltonne, achtlos in die Natur geworfen wurden. „Es ist bedauerlich, dass einige Wenige die Freiheiten die sich mit dem Naturerlebnisraum bieten, derart mit Füßen treten. Ich hoffe sehr, dass es hier zur Einsicht kommt“, äußerte sich Pastor Arnd Heling erbost. Noch ärgerlicher als die Beutel seien die Hinterlassenschaften der Hunde, die sich regelmäßig mitten auf den Wegen, selbst auf dem Holzbohlenweg, finden. Empört richtete er direkt nach der Säuberungsaktion seinen Appell an die Hundehalter: „Ich setzte auf die Vernunft der Menschen, die sich an der Schönheit der Natur erfreuen, diese auch für andere sauber zu halten. Mögliche Konsequenzen betreffen am Ende alle, nicht nur die Verschmutzer.“

Marc Dobkowitz

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